SV Kaufungen 07 e. V.


Neue Rubrik: Berichte


Herz & Lunge

Seit 1992 bieten wir Herzsport und seit 2019 auch Lungensport in unserem Sportverein an.


Ziele der Herz- und Lungensportgruppen sind die Anpassung der Koordination und das Er-kennen der vorhandenen Leistungsfähigkeit und deren Grenzen. Damit sollen die Patienten in die Lage versetzt werden, die ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten angstfrei zu nut-zen.


Voraussetzung ist eine ärztliche Verordnung für die Teilnahme an Herz- bzw. Lungensport, die vom zuständigen Kostenträger (Kranken- oder Rentenversicherung) vor Teilnahmebeginn genehmigt werden muss.


Den Rahmen für diesen Reha-Sport gibt der Hessische Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband (HBRS) in Fulda vor. Die Teilnahme-Abrechnungen erfolgen über diesen Ver-band mit den jeweiligen Krankenkassen. 


Herz- und Lungensport mildern die Beschwerden der betroffenen Patienten und führen zu einer deutlichen Verbesserung. Mit gezielten gymnastischen Übungen wird unter anderem die Atemmuskulatur unterstützt, was zu einer deutlichen Erleichterung des Alltags führt. Ziel ist der langsame, beständige Aufbau der Muskulatur, Kondition und Belastbarkeit. Die Sportstunde beginnt mit einer Aufwärmphase mit leichten Gehformen, danach schließt sich eine Gymnastikphase an. 


Ziel des Sportes ist es, die Belastbarkeit der Patienten langsam aufzubauen und damit ihre Lebensqualität dauerhaft zu verbessern, um den Krankheitsverlauf günstig zu beeinflussen.


Die Sportstunden finden unter der Leitung unserer qualifizierter Übungsleiterinnen und Übungsleiter und unter Begleitung (bei Herzsport) einer Ärztin/eines Arztes immer samstags

ab 09.30 Uhr in der Lossetal-Halle, Theodor-Heuß-Straße 21 in Kaufungen statt.


Haben Sie Fragen oder wollen bei uns mit dem Rehasport beginnen, dann bitte vorher bei unserem Spartenleiter Reinhard Fehr unter 05605 3828 anrufen bzw. per email r.fehr@herzsport.svk07.org anfragen – danke.


Unser Foto zeigt die Gruppen bei einem Defibrillator-Training.


Herzsport

Herzsport (auch Coronarsport oder Koronarsport genannt) ist eine Rehabilitationsmaßnahme für Patienten mit kardialen Erkrankungen.

Nach Abschluss der kardiologischen Behandlung wird zur Wiederherstellung bzw. Optimierung der durch die Erkrankung möglicherweise reduzierten körperlichen Fähigkeiten der Herzsport ärztlich verordnet und von den Krankenkassen je nach Krankheitsbild des Einzelnen finanziell über einen kurzen Zeitraum (1-2 Jahre) oder längere Zeiträume gefördert.

Geschichte des Koronarsports in Deutschland

Die ersten Dauerlaufgruppen zum Koronarsport wurden von Ernst van Aaken in Waldniel Ende der 1960er Jahre gegründet. Die griff das Institut für Leibesübungen der Georg-August-Universität Göttingen auf, wo Wilhelm Henze und Rolf Dieckmann ein Modell entwickelte, das auch Spielelemente enthielt und seit Mitte der 1970er Jahre zunächst in Niedersachsen, dann bundesweit Verbreitung fand. Sie waren damit auch insgesamt führend, da die Entwicklung weltweit zum selben Zeitpunkt das bisherige Paradigma des Schonens umkehrte.

 

Durchführung

Der Herzsport wird von Gesundheitssportvereinen, Sportvereinen, Rehabilitationskliniken und anderen Trägern (z. B. Diakonieverein, Kneippverein oder VHS) in Form von örtlichen Herzsportgruppen (auch "Coronargruppen" genannt) durchgeführt. Dabei werden die Patienten nach einer kardiologischen Untersuchung hinsichtlich ihrer aktuellen Leistungsfähigkeit und der Rehabilitationsziele beurteilt und danach in verschiedene Gruppen eingeteilt (Übungsgruppen {bei einer Belastbarkeit von weniger als 75 W}, Trainingsgruppen {bei einer Belastbarkeit von mehr als 75 W}). Anhand dieser Beurteilung und Gruppenzuordnung werden die Patienten unter kardiologischer Kontrolle durch einen bei der Übungs- oder Trainingsveranstaltung anwesenden Arzt betreut und von einem speziell ausgebildeten Herzsport-Übungsleiter angeleitet.

 

Ziele

Der Patient soll seine individuellen Möglichkeiten im Rahmen der jeweiligen Erkrankung (und daraus resultierenden Einschränkungen) einschätzen und nutzen lernen. Die Situation nach kardialen Erkrankungen ist für den Patienten in zweierlei Hinsicht problematisch:

  • Er muss die neue physiologische Situation annehmen und seine neuen Grenzen kennenlernen und
  • Er muss die psychologische Problematik (Erkennen der eigenen Schwäche/Schwächung und daraus resultierender Belastungsangst) überwinden.

Daher ist nicht eine Ausdauer-/Leistungssteigerung das Ziel einer Herzsportgruppe, sondern die Vermeidung falscher Schonung, die Anpassung der Koordination und das Erkennen der vorhandenen Leistungsfähigkeit und deren Grenzen. Damit sollen die Patienten in die Lage versetzt werden, die ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten angstfrei zu nutzen und eine Wiedereingliederung in das Berufsleben zu erreichen.

 

Medizinischer Hintergrund

Chronische Herzerkrankungen wirken auf den gesamten Organismus. Durch eine 'Überschonung' werden die negativen Auswirkungen der Herzerkrankung erhöht, eine der Erkrankung angepasste körperliche Betätigung wirkt dem entgegen und verbessert den Allgemeinzustand.

(Quelle: wikipedia.de, 10.04.2018)

Kurszeiten


Samstag (2 Gruppen)
09:30 Uhr - 10:30 Uhr

(nur mit Anmeldung!)

Treffpunkt


Lossetalhalle
in Kaufungen
Theodor-Heuß-Str. 21
34260 Kaufungen

Kursleitung


Reinhard Fehr,
Tel. (0 56 05) 38 28
r.fehr@herzsport.svk07.org

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